Ein Leben ohne EC-Karte…

…ist ziemlich Kacke.

Am Montag musste ich geschäftlich nach Düsseldorf, mit dem Zug. Auf dem Weg zum Bahnhof, früh um 07.00 Uhr, dachte ich mir “Geh ich doch kurz am Automat noch Geld holen, die 1,30 EUR die ich noch habe, werden nicht ausreichen für die ganze Woche”.

Gedacht, getan, also auf zum Automat, Karte rein, PIN eingegeben und… die folgende Meldung lesen: “Ihre Karte ist ungültig oder abgelaufen und wird einbehalten”.

In diesem Moment ist mir schmerzlich klar geworden, dass ich einige Wochen vorher eine neue EC-Karte bekommen habe, da die Postbank einige Security-Updates gemacht hat.

Fuck. Der Zug geht in 5 Minuten, keine EC-Karte, nur noch 1,30 EUR in der Tasche und 1 Woche in Düsseldorf vor mir.

Ich habe kurz überlegt, was ich tun soll. Ich dachte, ich werde die Fahrt im ICE schon überlegen, gibts halt kein Schoko-Croissant und lecker Kaffee. In Düsseldorf wird mich ein Kollege abholen, der kann mir bestimmt Geld leihen.

Soweit so gut, Probleme gelöst. Falsch gedacht. Das nächste Problem hat nicht lange auf sich warten lassen: man muss die EC-Karte in der Bahn vorzeigen, wenn man das Ticket online gebucht hat.

Sch****ße…

Egal, ich hab dann gleich dem Bahnpersonal Bescheid gegeben. Die Dame hat mir dann ganz nett gesagt, dass Sie alle Augen zudrücken kann, wenn ich ihr als Nachweis die Kontonummer der EC-Karte sagen kann. Dann kann sie das Ticket von Hand kontrollieren.

Ich habe die blöde Kontonummer schon tausendmal am PC eingegeben, aber in diesem Moment ist mir die doffe PIN nicht eingefallen 🙁

Nach langem hin und her hat es nach dem 5. oder 6. Anlauf doch geklappt und ich konnte ohne Strafe zu zahlen bis Düsseldorf in Ruhe weiterfahren…

In Düsseldorf angekommen habe ich gemerkt, dass ich noch eine 2. EC-Karte von einer anderen Bank dabei habe. also ging es Abends auf in die Altstadt um Geld zu holen. Ich hab die Scheine schon vor Augen gesehen… nach dem 2. Fehlerversuch der PIN ist der Traum dann quasi zerplatzt. Ich war sicher, dass ich die PIN kenne. Der Haken war, dass diese EC-Karte nur sehr sehr selten verwendet wird und so gut wie kein Geld auf diesem Konto ist.

Jedenfalls bin ich enttäuscht vom Automaten weggeschlichen. Ich hatte wenigstens die Karte noch, da ich nach dem 2. Fehlversuch abgebrochen habe.

Ich hatte ja immer noch meinen Kollegen, also sind wir in der Altstadt erstmal was trinken gegangen. Nach dem 2. oder 3. Alt-Bier hatte ich dann die Erleuchtung: die PIN ist mir eingefallen, ich wusste jetzt, was ich vorher falsch eingegeben hatte.

Also allen Mut zusammengenommen und nochmal probiert – es hat geklappt, super, endlich hatte ich wieder Bargeld 🙂

Die Probleme gehen trotzdem weiter… Ohne EC-Karte wirds schwierig das Hotel zu zahlen, neue Bahn-Tickets für die Rückfahrt etc….

Super Wochenstart. Ach ja, ebenbei noch Blasen gelatscht 🙁

EANCOM DESADV und CPS Segmente

Zur Zeit bin ich an einem PROZEUS-Projekt beteiligt. PROZEUS ist eine Initiative zur Förderung von eBusiness-Standards im Mittelstand und wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Eine sehr gute Sache, wie ich finde.

In dem Projekt werden elektronische Nachrichten (EDI-Nachrichten) zwischen 2 Partnerunternehmen ausgetauscht, in diesem konkreten Fall eine EANCOM DESADV.

Eine DESADV steht für die Abkürzung “Despatch advice” – Lieferavis.

Im Projekt wird also ein Lieferavis von einem Partner an den anderen geschickt, in dem Paletten und die darauf enthaltenen Kartons avisiert. Jedes Element (Palette oder Karton) bekommt eine eindeutige ID, eine sog. NVE (Nummer der Versandeinheit).

Um innerhalb der DESADV zu beschreiben, welcher Karton auf welcher Palette steht, kann die DESADV mit Hilfe von CPS-Segmenten strukturiert werden.

Innerhalb eines CPS-Segments folgen dann die Details zum enthaltenen Objekt, z.B. zur Palette oder zu einem Karton. In unserem Projekt haben wir also nur 2 Ebenen: Palette und Karton.

In der DESADV gibt es aber neben der reinen Gliederungsmöglichkeit per CPS-Segment noch die Möglichkeit, eine einzelne Position / Artikel zu beschreiben. Dies erfolgt per LIN-Segment.

Das LIN-Segment hat die Eigenschaft, auch eine Adresse zu beinhalten. Somit kann man zu einer Position / Artikel z.B. eine Empfängeradresse angeben.

Da in unserem Fall aber keine Artikel vorhanden sind, sondern ein Karton die kleinste Einheit ist, war ich der Meinung, dass man auch den Karton mit Hilfe eines LIN-Segmentes beschreiben kann. Somit kann man zu dem Karton auch den Empfänger angeben. Passt super, hab ich mir gedacht.

Bis die GS1 dies kontrollierte (auf meinen Wunsch hin), schließlich geht es bei PROZEUS um Standards…

Naja, DESADV durchgefallen, denn ein LIN-Segment benötigt eine EAN (was ein Artikel ggf. haben kann, aber ein ganzer Karton nicht). Die Lösung sollte sein, den Karton nicht in eine LIN-Segment zu packen, sondern dieses ganz zu entfernen und den Karton durch ein einfaches CPS zu beschreiben.

Gesagt, getan, hat nur einen Haken, ein CPS kann keine Adressdaten beinhalten… Und jetzt ? Jetzt beisst sich die Katze in den Schwanz, CPS ohne Adresse, die wird aber gebraucht und ist nur in einem LIN verfügbar. Das braucht eine EAN bzw. Artikelnummer, hat aber ein Karton nicht…

Naja, Lösung ist (und auch von GS1 abgesegnet): doch ein LIN-Segment pro Karton verwenden.

Mir stellt sich dabei aber eine grundsätzliche Frage… wenn ich schon die Möglichkeit habe, Strukturen mittels CPS-Segment anzulegen, wieso kann ich keine Adressen für den Inhalt eines CPS-Segmentes vergeben ?

Ich stelle mir z.B. eine Strulktur vor:Schiff -> enthält Container -> enthalten Paletten -> enthalten Kartons -> enthalten Artikel

Wie kann ich einen ganzen Container an einen Emptänger schicken ? Ich könnte für jeden Empfänger eine DESADV generieren, wie mache ich es aber wenn ich nur eine DESADV habe ?

Ich würde sagen…

…noch schnell das letzte bisschen Sommer nutzen…

Deshalb hab ich mich mal wieder zum Rauschbart aufgemacht. Für die, die den Rauschbart nicht kenne sei gesagt: ein durchaus schönes Plätzchen, gerne auch Biergarten genannt. Er liegt auf einer Erhöhung (kann man Felsplatte oder so da schon sagen ?) über Horb mit schönem Blick über das Neckartal und Horb (am Neckar).

Allerdings muss man dazu sagen, dass es ausreicht, Horb von da oben gesehen zu haben…

Perfektes Wochenende

Der Trip ins Engadin war ein Hit. Die Fahrt mit 4 Stunden war OK und die Landschaft genial. Leider war am Samstag das Wetter bis Mittags nicht sooo toll, aber gegen Mittag kam teilweise die Sonne raus und es hat sich super wandern lassen.

Die Übernachtung in einem Blockhaus des Schweizer Nationalparks war echt cool, obwohl es ziemlich laut war, da die einzelnen Schlafkabinen wohl nur durch reine Bretterwände getrennt waren, also keine große Dämmung.

Gegen 5.30 Uhr war dann die Nacht deshalb auch schon wieder beendet, weil einige andere Wanderer schon aktiv wurden und wohl frühstücken wollten. Egal, das Frühstück war OK und so ging es dann um Punkt 08.00 Uhr bei 2°C am Sonntag Morgen auf zur 2. Etappe.

Am Nachmittag gings dann noch ins Oberengadin nach St. Moritz. Was soll man zu dem Ort der Schönen und Reichen sagen… Der See und die Landschaft sind Klasse, die kleinen Spezialgeschäfte (z.B. für Schoggi) auch. Den Rest muss man nicht gesehen haben.